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IN GEDENKEN AN MENSCHEN, DIE IN UNSEREM HERZEN BLEIBEN

In Memoriam

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13. – 19. Juli 2020

Grant Imahara

US-amerikanische Schauspieler und Robotertechniker; verstorben an einem Gehirnaneurysma
23.10.1970 – 13.7.2020, 49 Jahre

Foto
Grant ImaharaImahara ist der Öffentlichkeit hauptsächlich als Moderator der Wissenschaftssendung «MythBusters» und für seine Rolle Hikaru Sulu in «Star Trek Continues» und «Star Trek: Renegades» bekannt. Seinen Einstieg in die Film- und Fernsehbranche machte er bei George Lucas Firma Industrial Light and Magic und wirkte als Modellbauer bei Blockbustern wie «Star Wars», «Terminator 3» und «Matrix Reloaded» mit. Er verstarb im Alter von 49 Jahren an einem zerebralen Aneurysma. (Foto: Instagram/grantimahara)

6. – 12. Juli 2020

Wim Suurbier

Niederländischer Fußball-Nationalspieler
16.5.1945 – 12.7.2020, 75 Jahre

Kelly Preston-Travolta

US-amerikanische Schauspieler; verstorben an Brustkrebs
13.10.1962 – 12.7.2020, 57 Jahre

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Kelly Preston-TravoltaPreston-Travolta war in Filmen wie «Jerry Maguire», «Jack Frost» und «From Dusk Till Dawn» zu sehen. Ihr Mann John Travolta teilte heute auf Instagram mit, dass sie ihren zweijährigen Kampf gegen den Brustkrebs verloren hat. Sie hinterlässt drei Kinder. (Foto: Guillaume Horcajuelo/EPA/dpa)

Zindzi Mandela

Südafrikanische Politikerin
23.12.1960 – 12.7.2020, 59 Jahre

Foto
Zindzi MandelaDie jüngste Tochter des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela war zwischen 2015 und 2019 die Botschafterin ihres Heimatlandes in Dänemark. In den Jahren 1996 bis 1998 trat Mandela aufgrund der Scheidung ihres Vaters offiziell als First Lady auf. Ihre Jugend war geprägt von der Apartheid und den damit einhergehenden Repressalien ihr und ihrer Familie gegenüber. 1978 schrieb sie Gedichte darüber, die im Buch «Black as I Am» erstmals veröffentlicht wurden. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Benjamin Keough

Enkel von Elvis Presley
21.10.1992 – 12.7.2020, 27 Jahre

Foto
Benjamin KeoughKeough war der einzige Enkel der Musiker-Legende Elvis Presley (hier auf dem Foto zu sehen mit seiner Mutter Lisa Presley). Im Gegensatz zu großen Teilen der Familie mied er die Öffentlichkeit und war nur in der Dokumentation «Elvis by the Presleys» zu sehen. Er beging im Alter von 27 Jahren Suizid. (Foto: Instagram/lisampresley)

Peter Maertens

Schauspieler
1931 – 11.7.2020, 88 Jahre

Infos
Maertens spielte Jahrzehnte lang am Hamburger Thalia-Theater, an dem schon sein Vater Intendant war. 1954 begann er seine Bühnenkarriere am Staatstheater Oldenburg und war seitdem in vielen Schauspielhäusern Deutschlands tätig. Seine Liebe galt dem Theater, dennoch war er ab und an auch im TV zu sehen (unter anderem mehrmals im «Tatort»). Martens verstarb im Alter von 88 Jahren in Hamburg.

Lara van Ruijven

Shorttrack-Weltmeisterin (Eisschnellauf)
28.12.1992 – 10.7.2020, 27 Jahre

Jack Charlton

Mit England Fußball-Weltmeister 1966 und später Trainer in Irland mit Heldenstatus
8.5.1935 – 10.7.2020, 85 Jahre

Park Won-soon

Bürgermeister von Seoul
26.3.1956 – 9.7.2020, 64 Jahre

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Park Won-soonPark Won-soon war seit 2011 Bürgermeister der südkoreanischen Hauptstadt. Mehr als 30 Jahre lang engagierte er sich für soziale Gerechtigkeit sowie Menschenrechte und musste Ende der 1970er Jahre wegen der Teilnahme an Protesten gegen die Militärdiktatur für vier Monate ins Gefängnis. Am 10. Juli 2020 wurde sein Leichnam von einem Suchtrupp gefunden, seine Tochter hatte ihn als vermisst gemeldet. Die Behörden gehen von Selbstmord aus. (Foto: Korea.net / Korean Culture and Information Service (Photographer name), Seoul Kimchi Making Sharing Festival 03, CC BY-SA 2.0)

Amadou Gon Coulibaly

Premierminister der Elfenbeinküste
10.2.1959 – 8.7.2020, 61 Jahre

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Amadou CoulibalyCoulibaly war von 2017 bis zu seinem Tod amtierender Premierminister der Republik Elfenbeinküste. 2012 war ihm ein Herz transplantiert worden. Kurz vor seinem Tod hat er sich mehrere Wochen lang medizinisch in Frankreich behandeln lassen. (Foto: Diomande Ble Blonde/AP/dpa)

Naya Rivera

US-amerikanische Schauspielerin
12.1.1987 – 8.7.2020, 33 Jahre

Foto
Naya RiveraRivera wurde bekannt durch ihre Rolle der Santana Lopez in «Glee», für die sie mit dem People’s Choice Award, drei ALMA-Awards und dem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet wurde.  Am 8. Juli 2020 machte Rivera einen Bootsausflug auf dem Lake Piru (Kalifornien) und sei laut Aussage ihres vierjährigen Sohnes ins Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht. Ihr Tod wurde offiziell bestätigt, als am 13. Juli 2020 ihre Leiche gefunden wurde. (Foto: Javier Rojas/Prensa Internacional via ZUMA/dpa)

Finn Christian Jagge

Norwegischer Skirennläufer
4.4.1966 – 8.7.2020, 54 Jahre

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Finn Christian JaggeJagge erzielte sieben Weltcupsiege im Slalom und sicherte sich 1992 bei den Olympischen Winterspielen in Albertville die Goldmedaille in dieser Disziplin. Im Jahr 2000 beendete er seine aktive Karriere und trainierte von 2005 bis 2007 die norwegische Alpin-Frauennationalmannschaft. Jagge starb nach kurzer und schwerer Krankheit in Oslo. (Foto: Erlend Aas/SCANPIX/dpa)

Alex Pullin

Australischer Profi-Snowboarder
20.9.1987 – 8.7.2020, 32 Jahre

Ennio Morricone

Italienischer Komponist und Dirigent
10.11.1928 – 6.7.2020, 91 Jahre

Joe Porcaro

US-amerikanischer Jazz- und Studiomusiker
29.4.1930 – 6.7.2020, 90 Jahre

Video
Porcaro war ein berühmter Schlagzeuger, der an mehr als 100 Alben bekannter Musiker (unter anderem Frank Sinatra, Johnny Cash, Pink Floyd, Madonna) mitgewirkt hat. Er war bis ins hohe Alter musikalisch aktiv und wurde bis zu seinem Tod in der Dozentenliste der Los Angeles Music Academy geführt.

Pavel Fieber

Schauspieler und Regisseur
30.9.1941 – 6.7.2020, 78 Jahre

Foto
Pavel FieberDer in der Tschechoslowakei geborene Fieber arbeitete an vielen Bühnen in Deutschland und Österreich. Unter anderem war er Intendant am Theater Ulm, am Pfalztheater Kaiserslautern und am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Von 2000 bis 2003 übernahm Fieber die künstlerische Leitung der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel. Zuletzt war er 2020 in der Serien-Koproduktion «Freud» des ORF und Netflix zu sehen. (Foto: Heike Steinweg/Privat/dpa)

Charlie Daniels

US-amerikanischer Country-Sänger; verstorben an einem Schlaganfall
28.10.1936 – 6.7.2020, 83 Jahre

Foto und Video
Charlie DanielsDaniels war der Sänger der «Chalie Daniels Band». Ihr größter Erfolg war 1979 die Grammy-prämierte Hit-Single «The Devil Went Down to Georgia». Auch wenn die Band diesen Erfolg nicht wiederholen konnte, erzielten ihre Veröffentlichungen in den 1980er Jahren mehrmals Gold- und Silberstatus. 2019 nahm er zuletzt mit David Hasselhoff eine Coverversion von «Rhinestone Cowboy» auf. (Foto: Mark Humphrey/AP/dpa)

29. Juni – 5. Juli 2020

Willi Holdorf

Erster deutscher Olympiasieger (1964) im Zehnkampf, Trainer des Fußball-Bundesligisten Fortuna Köln (1974)
17.2.1940 – 5.7.2020, 80 Jahre

Info
Willi Holdorf war ein bemerkenswert vielseitiger Sportler. Er war nicht nur Olympiasieger in Tokio und Fußballtrainer (der allerdings Fortuna Köln nicht vor dem Abstieg aus der 1. Bundesliga bewahren konnte), sondern auch in den 70er Jahren zusammen mit Horst Floth einmal Vizeeuropameister und Weltmeisterschaftsvierter im Zweierbob. Er war Mitgesellschafter der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG, die das Fundament für den Handball-Bundesligisten THW Kiel bildete. 2011 wurde Willi Holdorf in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Nick Cordero

Kanadischer Schauspieler; verstorben an COVID-19
17.9.1978 – 5.7.2020, 41 Jahre

Foto
Nick CorderoCordero war bekannt für seine Rollen am Broadway und wurde für den Tony Award für den besten Nebendarsteller in einem Musical sowie zweimal für den Drama Desk Award nominiert. Neben dem Theater spielte er auch in TV-Serien und Filmen mit. Aufgrund von Komplikationen bei einer Coronavirus-Infektion verstarb er nach 95 Tagen im Krankenhaus. (Foto: Instagram/amandakloots)

Prinzessin Hermine de Clermont-Tonnerre

Französische Jetsetterin und Autorin, verstorben an den Folgen eines Motorradunfalls
1966 – 3.7.2020, 54 Jahre

Info
Hermine de Clermont-Tonnerre war die Tochter von Charles Henri, dem elften Herzog von Clermont-Tonnerre, und Anne Moranville. Seit einem schweren Verkehrsunfall am 1. Juni lag Hermine de Clermont-Tonnerre im Koma. Sie war in Frankreich vor allem als beliebte Society-Lady bekannt und in diversen TV-Shows zu sehen. Sie hinterlässt zwei Kinder (Tochter Alegra, 17, und Sohn Calxite, 15), die aus der Ehe mit dem Geschäftsmann Alastair Cuddefort stammen, von dem sie sich vor elf Jahren trennte.

Earl Cameron

Britischer Schauspieler
8.8.1917 – 3.7.2020, 102 Jahre

Foto
Earl Cameron war einer der ersten dunkelhäutigen Schauspieler in Großbritannien, der eine Hauptrolle spielte (1951 in «Unterwelt») und sich eine erfolgreiche Filmkarriere aufbauen konnte (u.a. 1965 an der Seite von Sean Connery in «James Bond 007 – Feuerball »). (Foto: Peter J Dunn- in my role as Director of Press and Media at the University of Warwick, Earlp8 (cropped), CC BY-SA 4.0 )

Tilo Prückner

Schauspieler («Tatort»)
26.10.1940 – 2.7.2020, 79 Jahre

Heinrich Fink

Theologe, ehemaliger Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin
31.3.1935 – 1.7.2020, 85 Jahre

Georg Ratzinger

Priester, Kirchenmusiker und Bruder von Papst Benedikt XVI.
15.1.1924 – 1.7.2020, 96 Jahre

Dan Hicks

US-amerikanischer Schauspieler («Tanz der Teufel», «Darkman»); verstorben an Krebs
19.7.1951 – 30.6.2020, 68 Jahre

Foto
Danny HicksHicks spielte in zahlreichen Filmen des US-amerikanischen Regisseurs Sam Raimi. Am 5.6.2020 wurde bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert. (Foto: GabboT, WW Chicago 2015 – Evil Dead 21 (20424890344), CC BY-SA 2.0 )

Ina Haendel

Britische Violinistin
15.12.1928 – 30.6.2020, 91 Jahre

Foto
Ina HaendelHaendel zählte zu den bedeutendsten Violinisten des 20. Jahrhunderts. Bereits im Alter von dreieinhalb Jahren lernte sie Geige zu spielen. 1936 wanderte die Violinistin mit ihrer Familie von Polen in das Vereinigte Königreich aus und entging so dem Krieg in ihrem Heimatland. Haendel trat mehr als 60 Mal bei den Promenadekonzerten in London auf und wurde 1991 mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet. Zu ihren Schülern gehörte unter anderem der weltberühmte Geiger David Garrett. (Foto: Petr Eret/CTK/dpa)

Carl Reiner

US-amerikanischer Schauspieler («Ocean’s Eleven»)
20.3.1922 – 29.6.2020, 98 Jahre

Foto
Carl ReinerReiner wurde im New Yorker Stadtteil Bronx geboren. Nach dem 2. Weltkrieg startete er seine Karriere am Broadway und trat in verschiedenen Musicals auf. Darauf folgten Auftritte in TV-Shows und Kinofilme, an denen er sowohl als Darsteller als auch als Regisseur mitwirkte. (Foto: Antonio Nava/Prensa Internacional via ZUMA/dpa)

Gernot Endemann

Schauspieler und Synchronsprecher; verstorben an einem Herzinfarkt
24.7.1942 – 29.6.2020, 78 Jahre

Foto
Gernot EndemannEndemann (hier mit Ehefrau Sabine Schmidt-Kirchner) begann seine Karriere als Bühnenschauspieler, unter anderem bei den Hamburger Kammerspielen, den Bühnen der Stadt Köln sowie dem Theater Oberhausen. Eine größere Bekanntheit erlangte er 1986 durch die wiederkehrende Rolle des «Schorsch» in der Sesamstraße. Als Synchronsprecher war er bei «Die drei Fragezeichen» und «Ein Fall für TKKG» zu hören. (Foto: Rechteinhaber Gernot Endemann, Endemann MG 9923, CC BY-SA 3.0 DE)

22. – 28. Juni 2020

Freddy Cole

(Lionel Frederick «Freddy» Cole)
US-amerikanischer Jazz-Pianist und Sänger
15.10.1931 – 27.6.2020, 88 Jahre

Info
Die «New York Times» nannte ihn einen der reifsten, ausdrucksstärksten Jazz-Vokalisten seiner Generation. Er war der jüngere Bruder von Eddie, Ike & Nat King Cole (und somit später Onkel von Nats Tochter Natalie Cole).

Belaid Abdessalam

Ehemaliger Premierminister von Algerien (1992–1993)
20.7.1928 – 27.6.2020, 89 Jahre

Milton Glaser

US-amerikanischer Grafikdesigner, Illustrator, Typograf und Erfinder des weltberühmten «I love New York»-Logos
26.6.1929 – 26.6.2020, 91 Jahre

Kelly Asbury

US-amerikanischer Animator, Regisseur und Drehbuchautor («Shrek 2», «Gnomeo & Julia», «UglyDolls»); verstorben an einem Krebsleiden
15.1.1960 – 26.6.2020, 60 Jahre

Foto
Kelly AsburyAsbury begeisterte sich schon in seiner Jugend für das Zeichen und startete nach seinem Studium am California Institute of Arts seine Karriere bei Disney. Dort wirkte er an Filmen wie «Arielle, die Meerjungfrau», «Die Schöne und das Biest» sowie «Toy Story» mit. Nach seinem Wechsel zu Dreamworks führte er das erste Mal Regie bei «Spirit – der wilde Mustang». (Foto: Boungawa, Kelly Asbury, CC BY-SA 3.0)

Steve Bing

US-amerikanischer Filmproduzent, Ex-Mann von Elizabeth Hurley
31.3.1965 – 22.6.2020, 55 Jahre

Foto
Steve BingSteve Bing ist Gründer der Produktionsfirma Shangri-La Entertainment und wurde mit der Finanzierung des Animationsfilms «Der Polar-Express» und seiner Beziehung mit Elizabeth Hurley bekannt. Bing, der aus einer wohlhabenden Familie stammt, produzierte ebenfalls Martin Scorseses Meisterwerk «Shine A Light». Er nahm sich in Los Angeles mit einem Sprung aus dem 27. Stock eines Appartmenthauses das Leben.

Pierino Prati

Früherer italienischer Fußball-Nationalstürmer
13.12.1946 – 22.6.2020, 73 Jahre

Info
«Goodbye an eine wahre Rossonero-Legende. Du warst ein leuchtendes Licht für uns alle und wirst uns sehr fehlen: Ruhe in Frieden Piero», twitterte sein Ex-Club AC Mailand am Montagabend. Prati soll seit längerem krank gewesen sein.

Der gebürtige Mailänder wurde 1968 Europameister und 1970 Vize-Weltmeister. Mit Mailand holte er 1968 als Torschützenkönig die italienische Meisterschaft. In der darauffolgenden Saison gewann der schussgewaltige und kopfballstarke Stürmer mit dem AC den Europapokal der Landesmeister. Beim 4:1-Sieg im Final gegen Ajax Amsterdam schoss er drei Tore. Zudem wurde er mit Mailand zweimal Pokalsieger sowie zweimal Europapokalsieger der Pokalsieger und 1969 Weltpokalsieger.

Joel Schumacher

US-amerikanischer Regisseur («Batman»), Drehbuchautor und Produzent
29.8.1939 – 22.6.2020, 80 Jahre

Angela Madsen

US-amerikanische Paralympicssportlerin (Rudern und Leichtathletik) und LGBT-Aktivistin; im Pazifischen Ozean ertrunken
10.5.1960 – 22.6.2020, 60 Jahre

Foto

Allein im Boot wollte die querschnittgelähmte Angela Madsen von Los Angeles nach Honolulu rudern. Die Amerikanerin hatte bereits die Hälfte der Strecke – rund 2000 Kilometer – geschafft, als sie tot im Pazifik gefunden wurde, wie ihre Ehefrau Debra Madsen auf Facebook bestätigte.
Seit einem Basketball-Trainingsunfall 1980 und nach Operationen mit Behandlungsfehlern war Angela Madsen auf den Rollstuhl angewiesen. 2002 gewann sie eine Silbermedaille bei Ruderweltmeisterschaften und holte danach Goldmedaillen im Zweierboot. In den folgenden Jahren ruderte sie häufig übers offene Meer – als erste behinderte Frau 2007 über den Atlantik. An den Paralympischen Spielen 2008 nahm Angela Madsen als Ruderin teil und erreichte den siebten Platz. Bei den Paralympics 2012 in London trat sie, inzwischen 52 Jahre alt, als Leichtathletin an, wurde Fünfte im Speerwurf und holte im Kugelstoßen sogar Bronze. Auch vier Jahre später in Rio landete sie in beiden Disziplinen unter den besten acht Athletinnen ihrer Altersklasse. Zudem hielt sie für ihre Ruderleistungen sechs Guinness-Weltrekorde. (Foto: Angela Madsen bei den Paralympics 2012 in London)

Dieter Eduard Zimmer

Journalist, Autor und Übersetzer
24.11.1934 – Juni 2020, 83 Jahre

Info
Zimmer studierte Literatur- und Sprachwissenschaft in Berlin, Genf und den USA. Er arbeitete viele Jahr für die Wochenzeitung «Die Zeit» und war zwischen 1973 und 1977 ihr Feuilletonchef. Als Übersetzer hat er unter anderem die Werke von Vladimir Nabokov ins Deutsche übertragen und fungierte ab 1989 als Herausgeber der deutschen Gesamtausgabe von Nabokovs Schriften. Seit 2000 veröffentlichte er Bücher und Zeitschriftenartikel zu den Themen Psychologie, Biologie, Anthropologie, Medizin, Linguistik und Kommunikationswissenschaft.

15. – 21. Juni 2020

Jürgen Holtz

Theater- und Filmschauspieler
10.8.1928 – 21.6.2020, 87 Jahre

Zeev Sternhell

Israelischer Holocaust-Überlebender und Faschismus-Forscher
10.4.1935 – 21.6.2020, 85 Jahre

Foto

Sternhell wurde 1935 im ostpolnischen Przemyśl geboren, seine Mutter und seine ältere Schwester verlor er im Holocaust. Er überlebte, getarnt als Katholik. Als Vollwaise kam er nach dem Krieg zu einer Tante in Frankreich und emigrierte 1951 nach Israel und lebte in Tel Aviv. Er war Léon-Blum-Professor für Politikwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem. Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Forschungen zum Faschismus. (Foto: Alexander Böhm, Zeev Sternhell in Berlin (2016), CC BY-SA 4.0).

Lucas Hector

Fußballer
1989 – vermutlich 21. Juni 2020, 31 Jahre

Info
Lucas Hector war der ältere Bruder des Nationalspielers und FC Köln-Kapitäns Jonas Hector (30). Lucas Hector war Stürmer beim SV Auersmacher (Saarlandliga) nahe der französischen Grenze. Am Sonntagabend (21.6.2020) wurde er leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Laut des Kölner «Express» soll sich Hector bei einer Radtour unwohl gefühlt haben.

Frank Dassler

Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adidas AG
14.06.1956 – 20.6.2020, 64 Jahre

Foto
Frank DasslerDer Enkel des Puma-Gründers erregte Aufsehen, als er in das von Adolf Dassler gegründete Unternehmen Adidas wechselte – eine Überraschung, da die beiden Familien als verfeindet galten. Bei Adidas bekleidete er bis ins Jahr 2018 den Posten des Chief Compliance Officers. Danach arbeitete er bis zuletzt als Anwalt in seiner eigenen Kanzlei. Beide Unternehmen veröffentlichten am 25.06.20 eine gemeinsame Traueranzeige. Der Familie zufolge war eine «lange, schwere Krankheit» die Todesursache.  

Mario Corso

Ex-Inter-Star (Spitzname: «Der linke Fuß Gottes»)
25.8.1941 – 20.6.2020, 78 Jahre

Info
«Mario Corso, Inter-Spieler, ewiger Champion von grenzenloser Klasse, ist von uns gegangen. Mit seiner Linken hat er die Welt verzaubert in einem Team, das eine Epoche geprägt hat», schrieb sein ehemaliger Fußballverein Inter Mailand auf Twitter.

Der Italiener spielte von 1957 bis 1973 für Inter Mailand, man nannte ihn auch «den linken Fuß Gottes». In 502 Spielen schoss der Mittelfeldspieler 94 Tore, gewann viermal die italienische Meisterschaft, zweimal den Europapokal der Landesmeister (Vorläufer der Champions League) und zweimal den Weltpokal. Er spielte 23 Mal in der Nationalelf, war aber bei keinem großen internationalen Turnier für die Azzurri dabei. Nach seiner Zeit bei Inter kickte er noch zwei Jahre bei Genua und arbeitete später viele Jahre als Trainer für diverse Vereine.

Svein Arne Hansen

Europäischer Leichtathletik-Verbandschef; verstorben an den Folgen eines Schlaganfalls
6.5.1946 – 20.6.2020, 74 Jahre

Foto

Hansen (Foto: European Athletics, SA Hansen, CC BY-SA 4.0), von Beruf Briefmarkenhändler, war der fünfte Präsident der EAA. Der Norweger hatte das Amt vor fünf Jahren angetreten und war im Vorjahr wiedergewählt worden. Zudem war er Mitglied des Councils im Weltverband World Athletics. «Er war ein großer Anführer, ein Visionär für unseren Sport und eine charismatische Persönlichkeit in der Leichtathletik-Familie», sagte EAA-Interimspräsident Dobromir Karamarinow.

Carlos Ruiz Zafón

Spanischer Schriftsteller und Drehbuchautor
25.9.1964 – 19.6.2020, 55 Jahre

Ian Holm Cuthbert

Britischer Theater- und Filmschauspieler («Herr der Ringe», «The Day After Tomorrow», «Aviator», «Alien»)
12.9.1931 – 19.6.2020, 88 Jahre

Vera Lynn

Britische Schlagersängerin
20.3.1917 – 18.6.2020, 103 Jahre

Claus Biederstaedt

Schauspieler und Synchronsprecher
18.6.1928 – 18.6.2020, 91 Jahre

György Kárpáti

Als Spieler mit der ungarischen Wasserball-Nationalmannschaft dreifacher Olympiasieger (1952, 1956 und 1964)
23.6.1935 – 17.6.2020, 85 Jahre

Jean Kennedy Smith

US-Diplomatin, Schwester von John F. Kennedy
20.2.1928 – 17.6.2020, 92 Jahre

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Jean Kennedy SmithJean Kennedy Smith war die letzte lebende Schwester des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Unter Präsident Bill Clinton war sie von 1993 bis 1998 US-Botschafterin in Irland und engagierte sich für den Friedensprozess. Danach gründete Sie die Non-Profit-Organisation «Very Special Arts», welche die künstlerischen Talente von Kindern mit Behinderung unterstützte. (Foto: Charles Dharapak/AP/dpa)

Marlene Ahrens Ostertag

Chilenische Leichtathletin
27.7.1933 – 17.6.2020, 86 Jahre

Gert Zimmermann

Ehemaliger Sportreporter und Sportchef von MDR 1 Radio Sachsen; verstorben an einem Krebsleiden
9.2.1951 – 16.6.2020, 69 Jahre

Anton Schlembach

Ehemaliger Bischof von Speyer
7.2.1932 – 15.6.2020, 88 Jahre

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Anton Schlembach Anton Schlembach war von 1983 bis zu seinem Rücktritt 2007 Bischof von Speyer. Zudem bekleidete er von 1991 bis 2006 das Amt des Großpriors der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er verstarb im Alter von 88 Jahren im Caritas-Altenzentrum in Speyer. (Foto: Ronald Wittek/dpa)

8. – 14. Juni 2020

Knud Friedrich Martin Kuntze («Lord Knud»)

Beatmusiker, DJ und Radiomoderator (1968 bis 1985 «Schlager der Woche» beim Berliner Sender RIAS)
18.3.1944 – 14.6.2020, 76 Jahre

Jörg Schröder

Schriftsteller und Verleger
24.10.1938 – 13.6.2020, 81 Jahre

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Verleger Jörg Schröder Jörg Schröder war Mitbegründer des März Verlages, der Olympia Press und der Olympia Film. Einer seiner größten Erfolge war die Veröffentlichung des vielfach verkauften Aufklärungsbuchs «Sexfront» von Günter Amendt. In seinem eigenen Erstlingswerk «Siegfried» rechnete er mit dem Literaturbetrieb ab. (Foto: Harald Krichel, Jörg Schröder-0384, CC BY-SA 4.0)

Emmanuel Issoze-Ngondet

Ehemaliger Premierminister von Gabun (2016 -2019)
2.4.1961 – 11.6.2020, 58 Jahre

Hans Mezger

Ehemaliger Chef der Motorsportabteilung von Porsche
18.11.1929 – 10.6.2020, 90 Jahre

Foto
Hans MezgerDer Ingenieur Hans Mezger entwickelte 1963 den ersten luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor für den Porsche 911, der die Basis für die Motorisierung aller folgenden 911er-Generationen bildete. Mit dem von ihm entwickelten Porsche 917 gewann das Automobilunternehmen erstmals das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und die Marken-Weltmeisterschaften 1969, 1970 und 1971. (Foto: Tom Schwede, http://1300ccm.de, Hans-Mezger-img 20090425 69655, CC BY-SA 3.0 DE)

Eberhard Möbius

Deutscher Kabarettist, Schauspieler, Regisseur und Autor
11.10.1926 – 10.6.2020, 93 Jahre

Klaus Berger

Theologe; einer der renommiertesten Neutestamentler in Deutschland
25.11.1940 – 8.6.2020, 79 Jahre

Bonnie Pointer

US-amerikanische Sängerin («Pointer Sisters»)
11.7.1950 – 8.6.2020, 69 Jahre

Foto und Video
Bonnie PointerBonnie Pointer war eine der vier singenden Schwestern der US-amerikanischen Soul-Disco-Gruppe «The Pointer Sisters». Ihre größten Erfolge feierten sie in den 70er und 80er Jahren mit Songs wie «I’m So Excited», «He’s So Shy» und «Fire». Ende der 70er Jahre startete sie zudem ihre Solo-Karriere. (Foto: Katy Winn/Invision/AP/dpa)

1. – 7. Juni 2020

Kurt Thomas

Dreimaliger US-Turnweltmeister; verstorben an einem Gehirnschlag
29.3.1956 – 5.6.2020, 64 Jahre

Steve Priest

Britischer Musiker und Gründungsmitglied von «The Sweet»
23.2.1948 – 4.6.2020, 72 Jahre

Werner Böhm

Sänger und Musiker (bekannt als «Gottlieb Wendehals»)
5.6.1941 – 2.6.2020, 78 Jahre

Jan Zeeman

Gründer der niederländischen Textilkette «Zeeman»
29.4.1942 – 2.6.2020, 78 Jahre

Foto
Zeeman ShopZeeman gründete 1969 die gleichnamige Discount-Textilhandelskette mit aktuell etwa 1.300 Filialen in sieben Ländern (u.a. auch in Deutschland). Er gehörte zu den 25 reichsten Niederländern. (Foto: Shutterstock)

Chris Trousdale

US-amerikanischer Sänger und Schauspieler; verstorben an COVID-19
11.6.1985 – 2.6.2020, 34 Jahre

Video
Trousdale war von 1999 bis 2002 Mitglied der Boyband «Dream Street». Nach Auflösung der Formation wirkte er an mehreren Film- und TV-Produktionen mit.

Carlo Ubbiali

Italienischer Motorradrennfahrer und neunfacher Motorrad-Weltmeister
2.9.1929 – 2.6.2020, 90 Jahre

Foto
Ubbiali ist einer der erfolgreichsten italienischen Motorradpiloten, bei 39 seiner 74 WM-Rennen stand er ganz oben auf dem Podium. Im Alter von 30 Jahren hatte er seine aktive Karriere beendet. «Italien verliert eine Legende seines Motorsports», schrieb die «Gazzetta dello Sport». (Foto: Klaus Nahr, 17 Revival MV Agusta Cascina Costa 2010 – 296 – Carlo Ubbiali, CC BY-SA 2.0)

25. Mai – 31. Mai 2020

Christo

Bulgarisch-US-amerikanischer Aktionskünstler
13.6.1935 – 31.5.2020, 84 Jahre

Bobby Joe Morrow

Dreimaliger Sprint-Olympiasieger aus den USA
15.10.1935 – 30.5.2020, 84 Jahre

Fotos

Bobby Joe Morrow (2.v.r.) war 1956 in Melbourne mit drei olympischen Goldmedaillen der überragende Sprinter (Foto: AP). Der damalige Student an der Abilene Christian University gewann die 100 und 200 Meter. Als Schlussläufer führte Morrow dann auch die 4×100-Meter-Staffel der Amerikaner zur Goldmedaille – in der Weltrekordzeit von 39,5 Sekunden. 1989 wurde er in die Ruhmeshalle der US-Leichtathleten aufgenommen. Er starb in seinem Haus im texanischen San Benito.

Morrow 2006 in San Benito (USA) bei der Einweihung des Bobby-Morrow-Stadions vor seinem Porträt. (Foto: Lynn Hermosa/AP/dpa)

Alfred Kolleritsch

Österreichischer Schriftsteller und Herausgeber der «manuskripte», einer der wichtigsten österreichischen Literaturzeitschriften
16.2.1931 – 29.5.2020, 89 Jahre

Abderrahmane Youssoufi

Premierminister von Marokko von 1998 bis 2002
8.3.1924 – 29.5.2020, 96 Jahre

Bob Weighton

Brite, laut Guinnessbuch der Rekorde ältester Mann der Erde
29.3.1908 – 28.5.2020, 112 Jahre

Bob Kulick

US-amerikanischer Gitarrist (Kiss, Lou Reed) und Musikproduzent (für Motörhead produzierte er den mit einem Grammy Award ausgezeichneten Titel «Whiplash»)
16.1.1950 – 28.5.2020, 70 Jahre

Larry Kramer

US-amerikanischer Autor und Aids-Aktivist
25.6.1935 – 27.5.2020, 84 Jahre

Peggy Pope

US-amerikanischer Schauspielerin («Golden Girls», «Unter der Sonne Kaliforniens», «Soap – Trautes Heim»)
15.5.1929 – 27.5.2020, 91 Jahre

Anthony James

US-amerikanischer Schauspieler und Künstler; verstorben an Krebs
22.7.1942 – 26.5.2020, 77 Jahre

Video
Aufgrund seines markanten Gesichts und seiner Narben, die von einer Pockenerkrankung stammen, wurde James häufig als Schurke besetzt. Er wirkte in den Oscar-Filmen «In der Hitze der Nacht“ und «Erbarmungslos», aber auch in Komödien wie «Nackte Kanone 2 1/2» mit. Anfang der 1990er Jahre zog er sich von der Schauspielerei zurück und trat seitdem vor allem als Maler in Erscheinung.

Stanley Ho

Chinesischer Milliardär
25.11.1921 – 26.5.2020, 99 Jahre

Foto
Ho machte sein Vermögen unter anderem in der Glücksspiel-Industrie in Macau. Nach Angaben des Magazins «Forbes » gehörte er zu den zehn reichsten Chinesen. (Foto: 太皮, Stanleyho2006, CC BY-SA 2.0)

Richard Herd

US-amerikanischer Schauspieler («T.J. Hooker», «Seinfeld»); verstorben an einer Krebserkrankung
26.9.1932 – 26.5.2020, 87 Jahre

Irm Hermann

Deutsche Schauspielerin («Pappa ante portas», «Fack ju Göhte 3»)
4.10.1942 – 25.5.2020, 77 Jahre

Oswaldo «Vadão» Alvarez

Fußballtrainer der Frauen-Nationalmannschaft von Brasilien (2015 – 2019); verstorben an Krebs
21.8.1956 – 25.5.2020, 63 Jahre

Balbir Singh Dosanjh

Indischer Ex-Hockeyspieler und dreifacher Olympiasieger, der als einer der besten Stürmer aller Zeiten gilt
10.10.1924 – 25.5.2020, 95 Jahre

Hyun Seung-jong

Ehemaliger Premierminister von Südkorea (Oktober 1992 bis Februar 1993)
26.1.1919 – 25.5.2020, 101 Jahre

Renate Krößner

Schauspielerin («Feuer unter Deck», «Solo Sunny»)
17.5.1945 – 25.5.2020, 75 Jahre

Wolfgang Höper

Schauspieler (Ehrenmitglied der Staatstheater Stuttgart) und bekannte Stimme des Südwestrundfunks (SWR); verstorben an den Folgen einer Corona-Infektion
15.3.1933 – 25.5.2020, 87 Jahre

ZUR CHRONIK DER ZURÜCKLIEGENDEN WOCHEN

In Gedenken an

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