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28. Mai 2020
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Thüringer Oberbürgermeister: Sonderweg bei Lockerungen ist falsch

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat das Ende der Corona-Regeln angekündigt. Einige Stadtoberhäupter kritisieren die Entscheidung.

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D

ie Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Thüringen haben den Freistaat vor einem Sonderweg bei weitergehenden Lockerungen gewarnt. Vor allem bei den Kontaktbeschränkungen könne nicht auf eine klare Festlegung verzichtet werden, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadtoberhäupter von Gera, Jena, Weimar, Eisenach, Erfurt und Suhl. Lockerungen in diesem Bereich könnten nur so weit gehen, wie es sich aus Sicht des Infektionsschutzes und der Nachverfolgbarkeit vertreten lasse.

Trotz Eigenverantwortung gewisse Regeln nötig

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Thüringen hält sich aber abweichende Regelungen offen. Zu den Vorschlägen des Bundes gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit oder zu Hause treffen dürfen. In Thüringen ist das Treffen von Mitgliedern von zwei Haushalten bereits erlaubt.

Zwar sei es richtig, Schritte hin zu einer neuen Normalität zu unternehmen, erklärten die Oberbürgermeister. Neben dem Vertrauen auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen müssten aber weiterhin gewisse Regeln gelten. Daher sollten trotz der von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geplanten Rückkehr in den Regelmodus ein Minimum an Maßnahmen für das ganze Land verbindlich bleiben.

Dazu gehörten das Vorliegen von Hygienekonzepten beim organisierten Zusammentreffen von Menschen, die Abstandsregel, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, Kontaktnachverfolgung und ausreichende Testkapazitäten. Unter Aufhebung aller bisherigen Anordnungen nur noch im Nachhinein auf das Entstehen neuer Hotspots zu reagieren, sei der falsche Weg.

Trauerportal.de (dpa)
In Memoriam

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